Sie spezifizieren jeden Term in einem eigenen Thesaurus-Datensatz. In diesem Datensatz können Sie alle wichtigen hierarchischen und semantischen Verknüpfungen mit anderen Termen festlegen. So können Sie bei einem 'Präferenz-Term' u.a. folgende Daten eingeben:
In Adlib wählen Sie nach dem Start immer eine Datenbank, in der Sie suchen wollen, oder Datensätze, die Sie eingeben oder bearbeiten wollen. So können Sie Term-Datensätze direkt in den Thesaurus eingeben, dies aber auch aus allen anderen Datenbanken machen. Im Bibliothek-Katalog ist unter anderem das Feld Materialtyp mit dem Thesaurus verknüpft. Das bedeutet nicht nur, dass jede Eingabe in dieses Feld automatisch über den Thesaurus validiert (geprüft) wird, sondern auch, dass Sie aus diesem Feld zum Thesaurus neue Präferenz-Terme hinzufügen können, ohne dass Sie dazu den Katalog-Datensatz abschließen müssen. Dasselbe können Sie in allen über den Thesaurus validierten Feldern in allen Adlib Datenbanken machen, und das sind sehr viele. Eine Eingabe in diese Felder wird dadurch automatisch auf ihre Gültigkeit geprüft ('validiert'). Dies geschieht immer beim Verlassen des Feldes, es kann aber auch vor der Eingabe aktiviert werden. Damit müssen Sie eigentlich keine wirkliche Eingabe machen, um das Feld validieren zu können. Für alle (noch) nicht im Thesaurus vorkommenden Terme wird nämlich ein spezielles Fenster geöffnet, in dem Sie nach bereits vorhandenen Termen suchen können, und zwar sowohl im Domain für dieses Feld, als auch in allen Domains zugleich. Auf diese Weise können Sie selbst überprüfen, ob bereits ein guter Term angelegt wurde, und diesen dann nutzen, oder aber dem Thesaurus einen neuen Term hinzufügen. Wenn Sie letzteres machen wollen, können Sie das direkt aus diesem Fenster tun. Auch bei einer Suche geschieht die Validierung automatisch: Nicht-Präferenz-Terme werden automatisch durch ihre Präferenz-Terme ersetzt, und mit der so genannten 'Generischen Suche' können Sie Ihren Suchauftrag auf einfache Weise verfeinern.
Beim Speichern eines Thesaurus-Datensatzes mit hierarchischen Verknüpfungen werden alle erforderlichen reziproken Datensätze angelegt. Dies ist notwendig, um alle Verknüpfungen in einem Index (Schlüssel) unterbringen zu können. Jeder breitere, engere, verknüpfte, äquivalente (gleichwertige) und Nicht-Präferenz-Term erhält deshalb einen eigenen Datensatz, in dem die gespiegelten Verknüpfungen gespeichert werden. Und das Schöne an der Sache ist: Das macht Adlib alles automatisch für Sie ...
In der Detailwiedergabe von Datensätzen mit einem hierarchischen Aufbau können Sie die Baumstruktur von allen mit dem angezeigten Datensatz verknüpften Termen sehen. Auf diese Weise erhalten Sie eine gute Übersicht über die Term-Hierarchie, und Sie können die angezeigten Verknüpfungen selbst interaktiv ändern, indem Sie einen Term zu einem anderen Term 'transportieren': Der 'transportierte' Term wird so ein engerer oder sogar weiterer Term eines anderen Terms.
Es gibt diverse Gründe, warum Sie mehr als einen Thesaurus in Ihren Adlib Applikationen für das Management von Termen verwenden sollten. So ist es z.B. sehr komfortabel, wenn Sie für die verschiedenen Spezialisierungen auch verschiedene Thesauri nutzen können. Oder besser noch, wenn Sie z.B. in Adlib Museum selbst für bestimmte Felder in einer spezifischen Datenbank einen anderen Thesaurus verwenden können als für den Rest der Objektbeschreibung. Auf jeden Fall gibt es hervorragende, sofort einsatzfähige Thesauri mit allen Terminologien für die einzelnen Fachgebiete, wie z.B. AAT, BDS oder VNG. Es spart viel Zeit und Mühe, wenn Sie diese Standard Thesauri neben Ihrem eigenen Thesaurus einsetzen können. Deshalb wurde in den Adlib Applikationen die Möglichkeit geschaffen, in externen Thesauri nach Termen zu suchen, um diese für die Validierung von spezifischen Feldern zu nutzen, und um den eigenen Thesaurus zu aktualisieren. Diese Standard-Thesauri können bei der Nutzung auf einer CD-ROM, im Intranet oder irgendwo auf der Festplatte vorhanden sein, das macht keinen Unterschied. Für ein Update müssen Sie deshalb keine Konvertierung durchführen, sondern Sie verwenden einfach eine neue CD, oder Sie führen die Validierung über einen anderen Thesaurus durch, der irgendwo sonst im System vorhanden ist. Die einzige Voraussetzung, die der Thesaurus erfüllen muss, ist, dass er als indizierte Adlib Datenbank vorhanden sein muss.
Wenn Ihre Adlib Applikation auf einer SQL oder Oracle Datenbank läuft, kann die Definition des Feldes Term im Adlib Thesaurus so eingestellt werden, dass beim Speichern von Termen eine oder mehrere Übersetzungen des Terms gleich mit gespeichert werden können. Für die gewählte Daten-Sprache in Adlib können Sie eine Übersetzung auslesen oder eingeben, die anderen Übersetzungen sind zu diesem Zeitpunkt nicht sichtbar. Die Übersetzungen werden aber zusammen im selben Feld geführt. Wenn Sie auf diese Weise für jeden Term Übersetzungen eingeben, können Sie Ihren Thesaurus so komplett sprachunabhängig machen. Nur wenn ein Feld (im Adlib Data Dictionary) mehrsprachig gemacht wurde, ist in der Menüleiste von Adlib die Option Daten-Sprache aktiviert. Welche Übersetzung Sie dann in dem Feld sehen, hängt von der gewählten Sprache in diesem Menu ab. Das Eingabefeld ist natürlich nicht leer, wenn für eine Sprache noch keine Übersetzung eingegeben wurde: In diesem Fall wird der Term der zuerst eingegebenen Sprache (die so genannte 'invariante Sprache') voreingestellt, damit Sie komfortabel übersetzen können. Die invariante Sprache können Sie übrigens manuell ändern.